Abenteuer Australien

 
25Juni
2014

Letzte Tage in Perth

Die letzten Tage in Perth haben wir beim couchsurfen verbracht, für uns beide das erste Mal. Es wurde etwas anders als erwartet, denn die Wohngelegenheit ist ein kleines Haus in dem ca. 16 Leute in drei Zimmern und einigen Zelten im Garten übernachten. Auch wir haben im Zelt geschlafen, zusammen mit zwei anderen Deutschen, die am gleichen Tag wie wir auch von Adelaide angekommen sind. Das ganze erinnert ein bisschen an ein Hostel, wo ständig Leute ein und ausgehen. Die zwei Deutschen sind sehr nett und wir haben auch die nächsten Tage öfters was zusammen unternommen, wie z.B Fribee im Park spielen oder die Stadt besuchen (auch wenn wir die Innenstadt ja schon kennen, da wir vor neuen Monaten ja hier angefangen haben). Einer der Mitbewohner hat uns auch mit zu einem Inder hier genommen, bei dem man ein super leckeres vegetarisches Buffet hatte und am Ende so viel zahlen kann wie man möchte.

Noch eine Nacht haben wir hier und dann nehmen uns morgen unsere zwei deutschen Mitcouchsurfer mit zum Flughafen, und zwar schon um vier Uhr Nachts. Das Deutschlandspiel werden wir morgen dann wohl verpassen, da wir zu dieser Zeit im Flugzeug sitzen werden, aber wir werden Deutschland auf jeden Fall die Daumen drücken! 

25Juni
2014

Endspurt! Von Melbourne bis nach Adelaide

Nachdem wir in Melbourne angekommen sind konnten wir erst mal ein paar Nächte bei Freunden schlafen, die wir in Darwin kennengelernt haben. Es sind ein paar Studenten, die zusammen in einer WG in der Innenstadt wohnen. Harry hat uns auch noch ein bisschen die Stadt gezeigt, wie z.B. den Strand, wo wir tatsächlich zwischen den Steinen versteckt Pinguine beobachten konnten!

Außerdem nahmen die Jungs uns auf eine Studentenparty mit, welche angenehm erfrischend war, weil fast keine Backpacker da waren sondern nur echte Australier.

Da wir die Jungs aber nicht zu lange belästigen wollten sind wir dann nach ein paar Tagen in das gleiche Hostel umgezogen, in dem Martin und Jonas sich eingebucht hatten. Es war recht klein und hygienisch gesehen nicht vorne dabei, dafür aber günstig ;)

Melbourne ist eine echt schöne Künstlerstadt, wo es viel Straßenkunst in Form von Graffitis gibt (es soll auch einen Banksy geben, aber wir haben ihn leider nicht gefunden, das ist ein berühmter Straßenkünstler, für die, die ihn nicht kennen ;)). Auch sehr viele Museen gibt es hier, wo uns vor allem die ‚Dream Works‘ Ausstellung sehr gut gefallen hat, wo man viel über die Entstehung von Animationsfilme erfahren konnte und sogar einen eigenen kurzen Film kreieren durfte. Mit Jonas, Martin und zwei der Franzosen sind wir auch öfters durch die Stadt gelaufen und haben alles mögliche, wie schöne Parks, Kirchen und auch einige Vintageläden gefunden.

Nach ein bis zwei Wochen hatten wir dann aber genug von Melbourne gesehen und so haben wir uns mit den zwei Deutschen ein Auto gemietet und haben uns auf gemacht um die berühmte ‚Great Ocean Road‘ zu erkunden. Hier gibt es neben vielen bekannten Surferstränden, an denen wir sogar trotz nicht gerade hohen Temperaturen viele echt begabte Surfer beobachten konnten, auch sehr viele tolle Buchten und Felsformationen. Besonders beeindruckend waren die ‚Zwölf Apostel‘, die aus elf frei im Meer stehenden Steinsäulen bestehen. Warum sie dann ‚zwölf‘ Apostel heißen? Das weiß keiner so genau. Früher hießen sie auch ‚Sau mit Ferkeln‘, aber dieser Name klingt wohl nicht so viel versprechend und christlich, wie die zwölf Apostel :)

Weiter ging es nach der Great Ocean Road in einen Nationalpark namens ‚Grampiens‘. Dort haben wir eine Wanderung zu einem Lookout auf einem Berg gemacht, wo der Weg sehr abenteuerlich über Felsen verlief und bei der wir tatsächlich 280 Höhenmeter hinter uns gelegt haben. Ich würde ja gerne sagen, dass die Strapazen mit einem atemberaubenden Blick belohnt wurden, aber wir hatten das gleiche Glück wie auch schon in Tasmanien: oben war es sehr nebelig. In diesem Fall war eben der Weg das Ziel :)

Unser Campingplatz beim Nationalpark war sehr ökologisch angelegt; das Wasser bestand aus gefiltertem Regenwasser und zum Duschen wurde es mit einem holzbefeuerten Boiler erhitzt. Der Besitzer war aber sehr nett und wir hatten auch sehr nette Nachbarn, einige Studenten aus Melbourne, mit denen wir abends noch beim Lagerfeuer saßen und beim Scharade spielen versucht haben so unmögliche Sachen wir „der Aborigini kackt auf den Uluru“ In drei Minuten pantomimisch darzustellen.

Noch etwa 750km trennten uns von Adelaide und so verbrachten wir noch einige Stunden im Auto. Auf dem Weg haben wir auch noch Halt in ‚Hahnendorf’ gemacht, einer ursprünglich deutschen Kolonie, wo es tatsächlich einige Fachwerkhäuser und deutsche Geschäfte gibt.

Adelaide ist eine, im Gegensatz zu Sydney und Melbourne, eher kleine und unspektakuläre Stadt. Ursprünglich hatten wir vor nur eine Nacht zu bleiben und dann weiter Richtung Perth zu fahren, aber der Italiener, mit dem wir fahren wollten hat kurzfristig abgesagt, da er ein Jobangebot bekommen hat und so wurden unsere Pläne über den Haufen geworfen. Als Plan B haben wir uns dann entschieden einen Flug nach Perth zu buchen, da wir ja schon bis zum 26. dieses Monats zurück in Perth sein müssen, weil unser Rückflug von dort aus geht. Ja, unsere Zeit hier in Australien neigt sich jetzt wirklich dem Ende zu und wir freuen uns schon euch alle wieder zu treffen! Erwartung und Realität  

 

20Juni
2014

Tasmanien: Atemberaubende Berge, kalte Nächte und Einhörner

Nach einem nur zweistündigen Flug kamen wir in Hobart an, der Hauptstadt Tasmaniens. Die Stadt ist eher überschaubar, aber ganz nett. Zu dieser Jahreszeit ist nicht gerade viel los hier, wieso haben wir auch sehr schnell am eigenen Leib erfahren. Es ist nämlich inzwischen Winter hier unten im Süden und da macht sich die Lage nahe zur Antarktis doch sehr bemerkbar. Schon als wir in Hobart ankamen mussten wir feststellen, dass es hier eiskalt ist. Jedenfalls für unsere Verhältnisse, denn wir sind noch die sommerlichen Temperaturen Australiens gewohnt. Natürlich haben wir auch nicht gerade viele warme Kleider dabei, denn wer rechnet bei einem Work and Travel in Australien den mit so was?

Hier in Tasmanien haben wir uns mit zwei Freunden wieder getroffen, die wir von der Ostküste kennen, mit ihnen wollen wir die in etwa Irland-große Insel bereisen. Zuerst haben wir einige Tage in Hobart verbracht, wo wir die Stadt besichtigt haben und auf den nahe gelegenen Mount Wellington gefahren sind. Die Sicht von oben war unglaublich unspektakulär. Der ganze Berggipfel war in Nebel gehüllt, bei dem wir keine 10 Meter Sicht hatten. Noch dazu wehte ein ziemlich fieser Wind und es war seeehr kalt. Immerhin waren die Wolken etwas weiter unten verschwunden und haben uns mit einem schönen Ausblick über Hobart und einem nahen Nachbarort (in dem die Einwohner Hobarts dem Guide nach gerne ein Ferienhaus haben) belohnt. An einem kleinen Gebirgsbach konnten wir auch das quellfrische Wasser Tasmaniens probieren und uns selbst davon überzeugen, dass Tasmanien das sauberste Wasser der Welt hat (was vermutlich die Tasmanier selbst in den Umlauf gebracht haben ;)). Es war aber tatsächlich sehr frisch und gut. Zum Glück gab es in unserem Hostel `The Pickled Frog` einen offenen Holzofen, vor dem wir uns wieder aufwärmen konnten. Außerdem konnten wir feststellen, dass die Tasmanier doch tatsächlich Fans von Glühwein sind und dieser hier im Hostel auch verkauft wird, auch wenn er natürlich nicht an den guten Glühwein vom deutschen Weihnachtsmarkt ran kommt ;)

Um Tasmanien zu bereisen haben wir uns dazu entschlossen ein Auto zu mieten, mit dem wir über die Insel gedüst sind. Mit einem dank Tetrismethode gut gepacktem Auto sind wir erstmal zu Port Arthur gefahren, einer ehemaligen Strafkolonie. Sehr schnell mussten wir aber auch schon weiter, da wir unsere Fähre zur ´Bruny Island´ noch erwischen wollten. Ärgerlicherweise haben wir sie dann aber um etwa 2 Minuten verpasst und so mussten wir 1,5 Stunden auf die nächste Fähre warten. Daher war es schon sehr dunkel als wir auf der Insel ankamen, aber auch so haben wir unseren Campingplatz gut gefunden. Dort haben wir uns für die Nacht einen Campervan gemietet, der super gut ausgestattet war und sogar noch einen kleinen Anbau als Wohnzimmer hatte. Unglücklicherweise war es nachts aber extrem kalt und so mussten wir leider frieren, wir haben eben nur recht dünne Schlafsäcke dabei.

Dank einer langen, heißen Dusche am nächsten Morgen wurden alle erfrorenen Zehen und Nasen aber wieder aufgetaut und so konnten wir uns frisch in die Kälte stürzen um die Insel zu erkunden. Auf einem Walk nahe zum Strand konnten wir einige wunderschöne Ausblicke genießen und auch unzählige Wallabys beobachten, die hier recht wenig schrecksam sind.

Mittels Fähre ging es wieder zurück ans Festland und weiter zu unserem nächsten Campingplatz, wo wir die Nacht verbracht haben. Nächster Stopp war ein naher Nationalpark, bei dem wir bei einer Wanderung durch den Regenwald drei sehr schöne Wasserfälle gefunden haben. Durch unpassende Schuhe wurden Alicias Füße leider komplett durchnässt, aber wir sind ja hart im Nehmen :D Simone hat zum Glück noch Wanderschuhe dabei, die um viel wasserdichter sind.

Weiter ging es am nächsten Morgen dann zum Cradle Mountain, der Hauptattraktion hier in Tasmanien. Und wir müssen auch sagen, es war ziemlich schön dort! Es gab einen großen See, im Hintergrund den großen zerklüfteten Berg und dazu ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken. Diesen Nationalpark hier haben wir mit einigen Franzosen besucht, die Martin und Jonas von der Arbeit kennen. Sie waren alle sehr witzig drauf und etwas verrückt ;) Auch hier haben wir einige kleinere Walks unternommen, um den See und auch in einen Wald, der aus verwunschen aussehenden, von Moos bewachsenen Bäumen bestand, in dem es laut der Dame vom Besucherzentrum Einhörner geben soll. Unglücklicherweise haben wir keine zu Gesicht bekommen, vermutlich sind sie ein bisschen scheu.

Dies war aber auch schon unser letzter Stopp, da wir unser gemietetes Auto zurückgeben mussten. Nach dem Abendessen zusammen mit den Franzosen sind wir noch ein ganzes Stück Richtung Hobart gefahren und haben dort auf einem freien Campingplatz übernachtet. Es war vielleicht nicht die allerbeste Nacht für eine Nacht im Freien, denn schon bald waren die ganzen Wiesen um uns herum von Frost überzogen. Nur gut, dass wir hier zwei Männer dabei haben, die für uns ein Feuer anzünden konnten! Das Feuer war echt gemütlich und hat uns nochmal schön aufgewärmt, bevor wir zum Schlafen in unser Auto zurückgekehrt sind. Diese Nacht hat nicht gerade zu den komfortabelsten bei unserer Reise gehört; im Auto zu Schlafen ist ja an sich nicht so gemütlich, aber wenn man dann alle zwei Stunden aufwacht, weil man gerade am Erfrieren ist und dann die Autoheizung für einige Minuten anmachen muss trägt dass nicht gerade zum Wohlbefinden bei. Aber auch so eine lange Nacht endet bald und so sind wir wieder zurück zu unserem Hostel gefahren und haben eine gefühlt 30 Minütige heiße Dusche genommen. Und da wir beide gerade mit zwei Gentlemen reisen, die netterweise das Auto gewaschen und zurück gebracht haben, haben wir uns dazu entschieden die Beiden mit einem Teller voller frisch gemachter Pancakes zum verspäteten Frühstück zu überraschen. Den Rest des Tages haben wir recht gemütlich verbracht und es genossen am nächsten Tag ausschlafen zu können. Martin und Jonas sind noch zu einer Tour an die Ostküste gegangen und wir haben das freie WLan im Hostel ausgenutzt (was es nach unserem Geschmack in jedem Hostel geben sollte!). Abends haben wir noch zwei Kanadier und einen Engländer im Hostel kennen gelernt, mit denen wir noch eine witzige Nacht hatten. Dabei mussten wir zu unserer Schande erfahren, dass einer der Kanadier doch tatsächlich im Goon Karton Spiel besser ist als wir! Bei diesem Spiel geht es darum einen Karton mit den Zähnen vom Boden aufzuheben, ohne dabei mit den Händen oder Knien den Boden zu berühren. Nachdem das jeder in der Runde gemeistert hat wird der Karton von der Höhe her gekürzt und die Runde startet von neuem. Am Ende war der Karton noch etwa 1-2mm hoch und konnte nicht weiter gekürzt werden und als wir dann auf Zeit gespielt haben wurden wir tatsächlich geschlagen!

Am nächsten Tag hat uns der Engländer mit zum ´Underground` genommen, eine Art Tunnel, in denen ein Fluss vom Berg unter der Stadt runter zum Fluss fließt. Es war ziemlich cool in den Tunneln zu laufen und auch neue Seitentunnel zu erkunden. Es gibt sehr viel Graffiti hier unten und noch sehr viel mehr Spinnennetzte. Da es hier unten verständlicherweise dunkel ist, war es auch recht abenteuerlich nur mit Taschenlampen durch die glitschigen Gänge zu wandern, wo wir (natürlich) schon wieder nasse Füße bekommen haben. Alicia ist dann mit dem Engländer bis hinunter zum Fluss gegangen, die anderen haben einen näheren Ausgang ins Freie genommen. Das Wasser wurde dann noch fast knietief und alles noch etwas rutschiger, aber ziemlich spannend.

Als letztes Event in Tasmanien hatten wir noch einen Ausflug zur Ostküste gebucht. Das Highlight war die Wineglass Bay im Freycinet National Park. Auf dem Weg dort hin haben wir noch einige andere Orte besucht, wie den Crab Beach, der voller angespülter Krabben war oder die Spiky Bridge. Um zur Wineglass Bay zu kommen mussten wir eine kleine Wanderung durch den schönen Nationalpark unternehmen, bei dem wir durch die Berge vorne zum Wasser gegangen sind. Diese Bucht soll zu den zehn schönsten Stränden der Welt zählen, was wir nicht verneinen können- denn alles was wir gesehen haben waren ein paar Schatten hinter dichtem Nebel. Unser Tourguide hatte wohl ein schlechtes Gewissen, weil wir von seinen tollen Attraktionen recht wenig gesehen haben, jedenfalls hat er sehr motiviert versucht für uns Wale im Meer aufzuspüren. Eventuell haben wir auch einen gesehen, jedenfalls meinte der Guide der Schatten im Wasser, der sich nicht bewegt könnte durchaus ein Wal sein. So war der Ausflug nicht gerade die Krönung unserer Tasmanienreise, aber immerhin haben wir noch in einem kleinen Kaffee, in dem wir eine Mittagspause eingelegt haben unsere kanadischen Freunde vom Hostel wiedergetroffen, die einen Tag vor uns abgereist sind.

Nach dem Ausflug wurden wir von unserem Guide gleich beim Flughafen abgeliefert, was zeitlich mit dem Flug sehr gut hingehauen hat und wir uns so die Shuttlekosten sparen konnten. Weiter ging unsere Reise nach Melbourne, der zweitgrößten Stadt Australiens. Nur eine Stunde sind wir in etwa geflogen, bevor wir reibungslos in der Großstadt angekommen sind.

20Juni
2014

Leben in einem Vorort von Sydney

Nach einigen Tagen in der Innenstadt von Sydney, an denen wir natürlich das Opernhaus und die Harbour Bridge gesehen haben und auch etwas das Nachtleben von Sydney genossen haben, haben wir uns dazu entschieden in einen Vorort von Sydney zu ziehen, zum Collaroy Beach. Hier wohnen wir in einem netten Working Hostel, das bedeutet, dass das Hostel einem bei der Jobsuche hilft. Denn nach der ganzen Reise an der Ostküste wollen wir doch erst mal die Reisekasse mal wieder auffüllen :D Das Hostel hier liegt etwa 50m vom Strand entfernt und es wohnen echt nette Backpacker hier :) Da wir bei Jobangelegenheiten ja nicht so anspruchsvoll sind, haben wir am Anfang erst mal einige Gelegenheitsjobs angenommen. Die gingen dann von Werbung austragen mit Meerblick, über Housekeeping und Hilfe beim Umzug für eine nette Dame bis zu Gardening (wer lässt denn ein Mädchen stundenlang Holz stapeln?!). Inzwischen haben wir aber beide schon eine feste Arbeit gefunden; Simmi arbeitet als Bedienung in einem russischen Restaurant, wo sie vom Koch dort immer ein Mittagessen nach Wunsch gezaubert bekommt und auch manchmal den einen oder anderen übrig gebliebenen Nachtisch mitnehmen kann. Alicia hat einen Job in einer Fabrik in der Nähe angenommen, bei dem sie für die verschiedenen Projekte alle möglichen Arbeiten übernimmt, sei es verpacken von Schränken oder schneiden von 4000 Plastikstreifen. Das Team ist auf jeden Fall super nett und immer zu Scherzen aufgelegen. Hier im Hostel ist es echt nett, da wir inzwischen sehr viele Leute von hier kennen, mit denen wir immer was unternehmen können. Egal ob abends weggehen, zum Strand gehen oder Billiard spielen, hier findet man immer Leute die mitmachen.

Ein Highlight unserer Zeit hier war auch der Besuch des Musicals `Lion King` im Capitol Theater. Durch seine umwerfenden Kostüme und Requisiten und natürlich einer atemberaubenden Performance waren wir begeistert von dem weltbekannten Musical.

Doch schon viel zu bald hieß es wieder Abschied nehmen von unserem neuen Zuhause hier in Collaroy, nach etwa vier Wochen haben uns unsere Reisepläne weiter nach Tasmanien verschlagen. König der Löwen Harbour BridgeOpera HouseAbendessen im Vapiano

18April
2014

Surfen, Skydive und Stadtleben

Nach diesem richtig guten Trip auf Fraser Island hatten wir noch eine weitere Nacht im Hostel bei Rainbow Beach, bevor wir nach einem weiteren Pancakefrühstück nach Noosa gereist sind. Hier hatten wir ein neues Erlebnis, das sich für Australien natürlich gehört: Surfen lernen! Am Strand wurden wir mit einem T-Shirt und Board ausgestattet und schon ging der Theorieteil los. Unser Surflehrer war echt gut, er konnte alles anschaulich erklären und nach ein paar Trockenübungen zum Thema richtige Technik um aufs Board zu springen ging es auch schon los ins Wasser. Wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter, Sonnenschein und genau die richtigen Wellen. Step-by-Step haben wir einige Übungen gemacht und plötzlich standen wir auch schon auf dem Board! Was für ein tolles Gefühl! Wir beide haben uns vorgestellt, dass man bei der ersten Stunde nur im Wasser liegt, aber da haben wir uns geirrt; auf Wellen zu reiten ist doch einfacher als gedacht. Trotzdem haben wir natürlich ordentlich Salzwasser geschluckt und sind öfter reingefallen als es Sand an der Goldcoast gibt. Auf jeden Fall hat es super viel Spaß gemacht und es hat sich echt gelohnt.

Nach nur zwei Nächten in Noosa, ging es direkt weiter nach Brisbane. Brisbane ist eine der wenigen großen Städte hier an der Ostküste und wird von Reisenden meist nicht so gut beurteilt. Uns hat die lebhafte Stadt aber echt gut gefallen, sie ist wunderbar um sich mit einem, dank Voucher vom Hostel, gerade noch erschwinglichen Eis in die Fußgängerzone zu setzen und Leute zu beobachten. Hier in Brisbane laufen auch echt einige skurrile Gestalten rum, von diversen Leuten mit unbeschreiblich seltsamen Haarfarben mit einem interessanten Kleidungsgeschmack zu Männern mit fünfzehn Zentimeter hohen Platteoschuhen ist hier alles vorhanden. Abends ist die Stadt viel ruhiger als gedacht, dennoch haben wir eine irische Bar mit ziemlich guter Livemusik gefunden.

Weiter ging die Reise nach Surfers Paradise. Leider geht es hier inzwischen schon auf den Winter zu, das Wetter wird langsam doch kühler. Auch wenn sich die Temperaturen nicht mehr jeden Tag für den Strand eignen ist es sehr angenehm mal weniger schweißtreibenden Temperaturen ausgesetzt zu sein. Surfers Paradise ist eine schöne Stadt direkt am Meer, mit einer kilometerlangen Strandpromenade, die sich auch gut zum Joggen eignet (alle paar Wochen kann man sich ja mal dazu aufraffen ;) ). Aber noch viel besser ist es hier in den Läden zu bummeln und sich noch eine Dominopizza für 5 Dollar (aber nur montags und dienstags) oder ein McDonalds Eis für 30 Cent (!!!!) zu gönnen. Ja, die kleinen Backpacker Insidertipps…

Da unser Hostel hier ein Partyhostel war, gab es jeden Abend irgendeinen freien Eintritt und so sind wir mit Freunden von Fraser Island noch in einen „Beer Garden“ gegangen, der mit einem deutschen Biergarten recht wenig zu tun hatte und leider einen recht unterdurchschnittlich begabten DJ hatte.

Nächster Stopp an der Eastcoast war bei uns Byron Bay, unser letzter Halt vor Sydney. Hier hatten wir noch einige Nächte in der „Arts Factory“, einem ziemlich coolen, eher alternativen Hostel, in dem wir in einem großen Zehnmann-Tipi geschlafen haben. Jeden Tag gab es hier Workshops, wie Didgeridoo spielen, Yogaunterricht oder Bushwalks. Jeden Abend war es sehr schön, weil alle draußen zusammen saßen und die Atmosphäre einfach sehr gut war.

An unserem ersten Tag in Byron Bay ging es für uns zum Kajak fahren aufs Meer. Sobald wir die großen Wellen am Strand erst mal hinter uns gelassen haben wurde es auch gleich angenehmer zu paddeln und die Leute haben aufgehört mit ihren Kajaks zu kentern. Zu zweit in einem Boot sind wir über die Wellen gedüst und haben zum Strand hin mit unserem Kajak auf den Wellen gesurft. Dort gab es erst mal Getränke mit Tim-Tams (Australiens beste Kekse!), einen tollen Ausblick und ein Hochzeitspaar, dass wir dabei beobachten konnten wie es Bilder vor der tollen Kulisse gemacht hat. Auf dem Rückweg haben wir außer vielen Möwen sogar tatsächlich Delfine nur einige Meter neben uns vorbei schwimmen sehen :)

Ein großes Highlight unserer Ostküstenreise war auch hier in Byron Bay, nämlich unser Skydive. Früh am Morgen wurden wir abgeholt und zum Flugplatz gefahren, wo wir nach einigen Sicherheitseinweisungen auch schon unseren Tandempartner kennengelernt haben. Eng in ein kleines Flugzeug gepackt ging es dann in die Luft, mit atemberaubendem Blick auf das Meer und den Strand. Einen wunderschönen blauen Himmel hatten wir, beste Voraussetzungen für unseren Sprung und je weiter es in die Luft ging desto gespannter wurden die Nerven. Bei 14 000 Fuß (in etwa 4000m) ging dann plötzlich die Türe auf und einer nach dem anderen flog raus ins Nichts. Zuerst streckt man seine Füße aus dem Flugzeug und nur noch der Tandempartner, der fest hinter einem angeschnallt ist hält einen noch in der Maschine. Und dann plötzlich stößt er sich ab und mit einem lauten Wuhuuu fällt man aus dem Flugzeug, unter einem 4000m Luft. Schon nach wenigen Sekunden kann man seine Arme austrecken und den 60 Sekunden langen freien Fall genießen. Dabei ist der Blick über den Ozean einfach unglaublich! Mit einem lauten ZIPP öffnet sich irgendwann der Fallschirm und die Geschwindigkeit verringert sich rapide. Jetzt segelt man eher gemütlich über die Landschaft oder darf auch mal selber den Schirm in schnellen Spiralen gen Boden lenken. Zum Landen werden die Beine nach oben gestreckt und so kommt man elegant auf dem Hintern auf dem Boden auf. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht denkt man erst mal: Noch mal!

Den restlichen Tag haben wir dann gechillt am Strand verbracht und die Sonne und großen Wellen genossen. Unsere letzte Tour ging dann in das berühmt-berüchtigte Nimbin. Mit einem kleinen Bus ging es auf den Weg mit einem sehr witzigen Fahrer, der versucht hat so viele Regeln wie möglich zu brechen. Dazu gehörte mit offener Tür zu fahren, mit voller Geschwindigkeit jede Unebenheit im Boden zu rasen (wo zur Erheiterung der Mitfahrer immer der ganze Bus springt) und auch die Erlaubnis so viel Bier wie möglich im Bus zu konsumieren. Nimbin ist eine Stadt, oder mehr eine Straße, die sehr nett zum entlangschlendern ist, aber eher für ihre Toleranz im Thema bewusstseinserweiternder Stoffe bekannt ist, die hier in jeder Form erhältlich sind. Einige Zeit durften wir dort herumbummeln, doch da wir bald alle schon sehr hungrig waren, ging es weiter zu einem schönen See in der Umgebung, an dem wir ein für Australien so typisches Barbecue genießen konnten. Allerdings hatten wir hier eher die Sparversion: Toastscheiben mit Ketschup und Fleischküchle (bzw. vegetarischer Alternative). Durch einen Nationalpark hier ging es zurück nach Byron Bay, einen kleinen Stopp hatten wir noch bei einem großen Wasserfall, bei dem ein verrückter Mensch vor kurzer Zeit Base Jumpen war.

Da unser Nachtbus nach Sydney am nächsten Tag erst am frühen Abend ging, konnten wir den restlichen Tag noch in der Stadt und beim Hostel verbringen. Im Bus hatten wir das große Glück beide nach kurzer Zeit einen Doppelsitz alleine ergattern zu können und so konnten wir uns zum Schlafen gut ausstrecken. Erst um 7 Uhr morgens kamen wir dann trotzdem recht müde in Sydney an und mussten erst mal knappe fünf Stunden warten, bis wir endlich in unser Hostel einchecken konnten.

in Brisbane am 'Stadtstrand' 30 Cent Eis vom Mc in Brisbane Surfers Paradise  unser Faschingskostüm 1. Surfstunde in Noosa Kajakausflug mit Delfinen Landschaft bei Nimbin Direkt vor unserem Skydive in Byron Bay

01April
2014

Castaway- bei Sturm auf einer einsamen Insel

Am nächsten Morgen ging es weiter nach 1770, auch Agnes Water genannt. Unser Bus war diesmal ein Nachtbus, das heißt wir standen um 2:30 Uhr nachts dann plötzlich auf einem verlassenen Parkplatz bei der Hauptstraße. Schon im Vorhinein haben wir deshalb einen Shuttel zu unserem Hostel gebucht. Als wir dann aber dort standen und das Shuttel nicht aufgetaucht ist, haben wir angefangen uns etwas Sorgen zu machen, da wir dort mitten im Nirgendwo ja keinen Empfang hatten. Zum Glück war noch eine Dame von einem anderen Hostel mit ihrem Shuttel da und hat uns erzählt, dass unser Hostel nachts wohl öfters nicht aufkreuzt. Netterweise hat sie uns dann angeboten uns mit zu ihrem mitzunehmen. Gerade als wir unser ganzes Gepäck in den Kleinbus eingeladen hatten, ist dann tatsächlich doch unser Abholdienst eingetrudelt. Da waren wir dann doch sehr glücklich und sind nach der 30 Minütigen Fahrt gleich müde in unsere Betten gefallen.
Den nächsten Tag konnten wir uns erst mal entspannen und das schnelle und auch noch kostenlose WLan des Hostels genießen. Das ist hier in 1770 wohl üblich, da es, wie es eine unserer Zimmergenossen ausgedrückt hat, hier in Agnes Water einfach nichts zu tun gibt. Da es sehr regnerisch war konnten wir das nur bestätigen :)
Leider hat sich das Wetter bis zum nächsten Tag nicht gerade gebessert, aber unsere Castaway Tour hat dennoch gestartet. Ausgestattet mit Schnorchelausrüstung und leichtem Gepäck ging es erst mal zum Flugfeld, denn auf unsere Insel ging es nur per Flugzeug. Die Maschine hat vier Leute gefasst und sah schon recht antik aus. Dafür war unser Pilot echt cool, während des Fluges hat er einige Tricks gemacht, was echt Spaß gemacht hat. Als wir ankamen wurden wir gleich von unserem Supervisor begrüßt, der zu unserer Überraschung erst 18 Jahre alt war. Außerdem war er recht unwissend und nicht gerade unseren Vorstellungen eines Supervisors entsprechend.
Wie es sich für eine Castaway Tour gehört haben wir natürlich in Zelten geschlafen, hatten keine Dusche und auch keine Toilette. Zum Glück aber einen überdachten Sitzbereich, den wir auf Grund vom schlechten Wetter sehr zu schätzen gelernt haben ;)
Auf der Insel gab es einige Dinge, die man tun konnte, wie z.B Kanu fahren, schnorcheln oder einen Buschwalk zu unternehmen. Da die ersten zwei Punkte durch den Dauerregen leider ausgeschieden waren, sind wir eben recht viel auf der Insel, halbwegs geschützt durch eine Regenjacke, umher gewandert. Am nächsten Morgen haben wir uns dann aber trotzdem ins Wasser gewagt und den Rest des Tages damit verbracht in der Mitte des Unterstandes Karten zu spielen, da es dort keinen Regen hineingeweht hat. Gegen Abend hat es leider schrecklich angefangen zu stürmen und so sind wir alle zusammen in ein Zelt geflüchtet. Immerhin hatten wir zwei im Gegensatz zu einigen anderen Gruppen kein Zelt, in welches es rein geregnet hat, was unsere Nachtruhe doch um einiges verbessert hat.
Da unsere Aktivitäten recht begrenzt waren, waren wir doch eher froh als Bruce uns nach zwei Nächten endlich wieder mit dem Flugzeug abgeholt hat. Ironischerweise hat genau in diesem Augenblick die Sonne angefangen zu scheinen, ein Anblick, den wir unseren ganzen Aufenthalt über leider vermisst hatten. So ist der ganze Trip leider ziemlich ins Wasser gefallen :/ Im Hostel mussten wir dann leider erfahren, dass unser Bus zum Rainbow Beach auf Grund von überfluteten Straßen heute gecancelt wird und wir so noch eine weitere Nacht bleiben müssen.

Aber auch am nächsten Morgen hieß es bei einem Anruf zu unserer Busgesellschaft, dass 1170 heute leider nicht angesteuert wird. Da wir am nächsten Tag aber unbedingt wegen unserer nächsten Tour am Rainbow Beach sein mussten, sind wir zusammen mit drei anderen Mädels von einem Freund der Hostelleitung zur nächsten Haltestelle, etwa eine Stunde entfernt, gefahren worden. Er wollte allerdings nicht so spät fahren und so kamen wir schon um 18 Uhr dort an und unser Bus fuhr leider erst um 02:15 Uhr hier ab. So haben wir die Zeit mit den anderen Mädels mit Karten spielen, einem Film auf dem Laptop anschauen, tratschen und essen verbracht. Zwei der Mädels wollten Richtung Norden fahren, weshalb ihr Bus schon für 24 Uhr angepeilt war. Mitternacht kam und ging, aber der Bus ist leider nicht aufgekreuzt. Langsam wurden die Beiden dann recht nervös und wir dann auch, denn unser Bus könnte ja auch fehlen. So sind wir bei jedem nahenden Auto oder Zug aufgesprungen und haben gehofft, dass dies jetzt endlich der Bus ist. Letztendlich sind dann beide Busse gleichzeitig angekommen, der Eine eben mit über zwei Stunden Verspätung. Da waren wir echt glücklich, denn die Nacht bei einem Picknicktisch zu verbringen ist dann doch weniger wünschenswert. Als wir es uns dann im Bus gemütlich gemacht haben kam dann plötzlich die Ansage des Busfahrers: „Next stopp: Agnes Water“- tatsächlich unsere Station! Unnötig zu erwähnen, dass wir alle auf einmal sehr wütend wurden, denn wir mussten acht Stunden draußen bei einem Picknicktisch warten, für die Fahrt noch 20 Dollar zahlen und das alles umsonst!

     

29März
2014

Whitsundays – wie ein Segeltrip ins Paradies

Auch dieses Mal sind wir wieder mittels des Premier Buses gereist, der nächste Stopp war Airlie Beach. Von diesem kleinen Ort aus starten die beliebten Whitsunday Touren, die natürlich auch auf unserem Programm standen. Nachdem wir alles Gepäck bei Peter Pans gelagert hatten und alles wichtige in einer kleinen Tasche mitgenommen haben (man darf nur Taschen ohne Reisverschluss mitnehmen, da diese wohl häufig Eier von komischen Krabbelviechern enthalten) ging es auch schon zum Hafen. Für unsere Reise hatten wir uns für ein kleineres Boot namens ‘British Defender‘ entschieden, auf dem wir 28 Passagiere plus Crew waren. Das Boot war dann auch wirklich sehr klein, was dazu geführt hat, dass wir z.B zu zweit in einem Bett in der Größe eines Einzelbettes schlafen mussten. Ganz und gar nicht so komfortabel wie auf dem Boot unseres Tauchkurses J Als wir dann rausgefahren sind war das Wetter eher eklig und regnerisch und so war die Laune von allen an Board eher am Boden. Doch schon bald haben wir uns alle auf dem Boot langsam kennengelernt und als wir dann mit vollen Segeln und Snacks von der Crew durchs Wasser gedüst sind waren wir schnell wieder guter Dinge.

Auch am Abend haben wir uns vom dauerhaften Regen nicht die Laune verderben lassen und saßen auf Deck unter einem zeltartigen Regenschutz. Einer unserer Mitreisenden (Simon) hatte eine Gitarre dabei und hat uns dann alle mit Musik und Gesang unterhalten und zwar richtig gut!

Schon viel zu früh am nächsten Morgen wurden wir aus den Betten geschmissen um an den Ausläufen des Great Barriere Reef schnorcheln zu gehen. Es gab so viele exotische Fische und Korallen zu sehen, einfach unglaublich! Sehr witzig war auch der Schwarm von Fischen, die angelockt vom Fischfutter eines der Crewmitglieder um uns rum geschwommen sind und hin und wieder den Zeh eines Schnorchlers für einen Leckerbissen gehalten haben. Aber es gab nicht nur kleine Fische, sondern auch einen großen Mitbewohner des Riffs namens Elvis. Elvis ist ein etwa ein Meter langer blaugrüner Fisch, der sich ohne Problem von neugierigen Schwimmern streicheln lässt.

Nachdem wir durchnässt vom Schnorcheln zurück kamen hatte natürlich jeder erst Mal Lust auf eine erfrischende Dusche und was mussten wir da rausfinden? Dass die ‘Dusche‘ aus dem herausgezogenen Schlauch des Wasserhahns in der Toilette besteht! Gewöhnungsbedürftig… :D

Schon bald ging es auch weiter zu unserem nächsten Spot, dem Whitehaven Beach. Dieser soll  einer der schönsten Strände der Welt sein, was wir nur bestätigen können! Wunderbarer, feiner Sandstrand, türkisenes Wasser, traumhaft schön. Und trotz Vorhersage von drei Tagen Regen kam doch die Sonne raus J Als wir noch etwas die Insel erkundet haben, haben wir nach dem Erklettern einiger Felsen auch noch eine kleine Hütte mit dazugehöriger Hängematte entdeckt. Es gibt sicher schlimmeres als dort zu wohnen J

Zurück an Board wurden wir, wie während des ganzen Trips, sehr gut verköstigt und konnten einen atemberaubenden Sternenhimmel am Abend genießen.

Nach einem weiteren Schnorchelausflug am nächsten Morgen ging es leider schon wieder zurück an Land. Obwohl wir einen super guten Segeltrip hatten, haben wir die Duschen im Hostel dann doch wieder sehr genossen ;) 

22März
2014

Darf ich den Koala behalten?

Praktischerweise wurden wir nach dem Rafting nicht wieder in Cairns sondern gleich am Mission Beach rausgelassen, wo wir in einem wunderschönen Hostel mitten im Regenwald für eine Nacht Quartier bezogen. Im großen Garten umrandet vom Regenwald befand sich nicht nur ein schöner Pool sondern auch sehr bequeme Hängematten. Außerdem war im Jackaroo auch das Frühstück mit dabei J

Am nächsten Tag ging es auch schon weiter nach Townsville und mit der Fähre auf Magnetic Island. In Mission Beach trafen wir den Typ aus Israel  von der Regenwaldtour ‚On the Wallaby‘ wieder und auf Magnetic Island waren wir zusammen mit den 2 Norwegerinnen auch von dieser Tour im gleichen Bungalow. Abends gingen wir gleich mal den nächstgelegenen Strand auschecken. Netterweise gab es dort einen abgegrenzten Bereich, wo man ohne Gefahr vor Quallen schwimmen konnte. Dort probierten wir auch gleich unsere neu erworbenen Sarongs aus, welche man sowohl als Strandkleid als auch als Rock verwenden kann und die natürlich farblich zu unseren Bikinis passen.

Ausgeschlafen und frisch geduscht ging es dann in einen etwas anderen Streichelzoo, wo wir Papageien mit dem Mund füttern konnten, alle möglichen Echsen auf die Hand oder den Kopf gesetzt bekamen und sogar ein Babysüßwasserkrokodil halten durften. Danach störten wir noch ein Wombat beim Schlafen (weil diese nachtaktiv sind) und durften ausgewachsene Krokodile, allerdings nur außerhalb des Geheges beobachten. Das absolute Highlight waren natürlich die Koalas, die wir in den Arm nehmen konnten und gar nicht mehr loslassen wollten. Ziemlich cool war es auch eine Schlange um die Schultern zu haben, obwohl es natürlich eine der ungiftigen Rassen war.

Da wir nur einen ganzen Tag auf Magnetic Island hatten beschlossen wir nachmittags mit Schnorchelausrüstung zu einem weiter entfernten Strand zu laufen, was zu einer nicht unanstrengenden Wanderung wurde, da der Weg immer auf und ab ging. Außerdem waren wir uns nicht ganz sicher oder einig welchen Weg wir nehmen mussten und so durften wir dann denselben Berg zwei mal hochstiefeln. Belohnt wurden wir dann mit einer ganz netten Bucht die zum Schnorcheln  aufgrund von zu hohen Wellen nicht geeignet war. Dafür konnten wir ein paar Surfern beim Wellenreiten zuschauen und uns von dem anstrengenden Marsch erholen.

Abends gönnten wir uns dann ein Bier, welches wir als Gutschein von Peter Pans erhalten hatten. Doch statt einem Glas erhielten wir je einen ganzen Jug voll und so teilten wir netterweise mit Lea (einer angehenden Bio und Mathelehrerin) und ihrer Freundin und hatten einen richtig netten Abend mal ganz ohne Typen.

 

19März
2014

Ab durch den Regenwald und ohne viel Schlaf aber mit großer Motivation zum Xtreme Rafting

Zum Glück hatten wir noch zwei Tage um uns von unserem Tauchtrip zu erholen, denn nach den drei Tagen auf Boot hat auch plötzlich an Land alles geschwankt. Unsere nächste Tour ging etwas westlich von Cairns ins Atherton Tableland, eine Gegend, die mit ihren grünen Hügeln etwas wie das Allgäu aussieht und gar nicht wie man sich Australien so vorstellt. Wäre dort nicht auch der Regenwald. Dieser war ein ganz neuer Aspekt von Australien, der uns auch sehr gut gefallen hat (: Neben immensen 50m hohen „Figtrees“ haben uns vor allem die Wasserfälle dort sehr gut gefallen, in denen man sehr schön schwimmen kann. Das Wasser war, um es mit den Worten unserer Tourleiterin zu sagen, nicht kalt, sondern „erfrischend“.  Unsere Führerin war echt total witzig und super motiviert. Allein schon, dass sie uns einige Tafeln Schokolade mitgebracht hat, war ein sehr großer Pluspunkt ;D

Wir alle wissen ja, dass in Australien so einige giftige und lebensbedrohliche Tiere unterwegs sind, wie dieses Lied hier sehr gut demonstriert…. (dangerous animals). Aber auch die Pflanzen? Einheimisch in diesem Regenwald ist die Pflanze, die von allen auf der Welt die meisten Schmerzen verursacht. Und wie sieht sie aus? Rote Blätter mit großen schwarzen Stacheln? Oder gefährlich aussehende gelbe Knollen? Nein, ganz und gar nicht. Es sind ganz normal aussehende grüne Blätter, so wie alle anderen auch. Wenn du aber den Fehler machst diese Pflanze anzufassen wirst du, nach der Beschreibung unserer Führerin, einen Schmerz verspüren als würdest du erstochen oder verbrannt werden. Und das schöne dabei ist, dass der Schmerz auch noch drei bis vier Jahre bleiben kann! Der Name der Aborigines für diese Pflanze ist „Gimpi-Gimpi“. Gimpi bedeutet so viel wie schmerzhaft und Gimpi-Gimpi demnach seeeehr schmerzhaft!  Zum Glück gibt es eine Pflanze, die den Schmerz etwas lindern kann, allerdings ist auch diese giftig, weswegen du den Saft nicht auftragen solltest, wenn du einen Schnitt hast, sonst wird das Ganze tödlich enden. Auch sonst ist die Natur dort etwas gefährlich, wie Art Lianen beweisen, die gerne über den Weg hängen und dir die Haut aufreißen, sobald du an ihnen hängen bleibst. Oder auch diverse Pflanzen mit viel zu großen Dornen, die nur darauf warten, dass unschuldige Touristen in sie reinlaufen.

Die Nacht haben wir dann wohl behütet vor den ganzen Pflanzen und Tieren in einem super gemütlichen Hostel mit Barbecue und Poker spielen verbracht.

Am nächsten Tag waren wir sportlich sehr aktiv, morgens ging es einige Kilometer über die Hügel mountainbiken, nachmittags dann im Kanu durch die Flüsse paddeln.  Unnötig zu erwähnen, dass wir am Abend ziemlich müde waren. Leider sind wir genau diese Nacht im „Gilligans“ in ein Achtbettzimmer mit lauter Typen gekommen, die nicht so rücksichtsvoll waren, was dazu geführt hat, dass wir nur etwa vier Stunden Schlaf hatten.

Denn schon am nächsten Morgen ging es um 5:30 Uhr weiter zum Xtreme Rafting! Mit dem Bus sind wir bis zum Tully River südlich von Cairns gefahren und los ging der Spaß :) Zu sechst saßen wir in einem Boot, plus Instructor, der uns Kommandos zur Navigation gegeben hat. Das Ganze war sehr abenteuerlich! Aber unsere Gruppe war so gut, wir sind nicht einmal unabsichtlich ins Wasser gefallen J Unser Instructor hat uns nur einige Male absichtlich ins Wasser fallen lassen (nach kurzer Zeit ist uns dann aber aufgefallen, dass ein „jump to the left!“ bzw. „jump tot he right!“ in 80% der Fällen nicht dazu gedacht ist uns im Boot zu behalten, sondern um das genaue Gegenteil zu erreichen), wo es dann immer ein großes Chaos aus Boot, Körpern und Paddeln gab. Zum Glück waren wir ja gut ausgestattet mit festen Schuhen, Helm und Rettungsweste und so haben wir außer einigen blauen Flecken keine Verletzungen davon getragen. Zusätzlich zum Rafting konnten wir dort auch ein paar Mal „rockjumping“ machen, was echt cool war. 

11März
2014

Vom Nachtsschwimmen mit Riffhaien

Nach einem reibungslosen Flug nach Cairns kamen wir in unserem neuen Hostel an und haben auf Grund der frühen Aufstehzeit erst mal eine Siesta gehalten. Da wir ziemlich fertig waren hatten wir eigentlich nicht vor abends noch weg zu gehen, aber da wir zwei nette Mitbewohner (aus Bielefeld) hatten, haben wir uns dann doch überreden lassen, das `Gilligans` auszuprobieren, welches direkt gegenüber von unserem Hostel liegt. 

Da wir schon immer mal vor hatten tauchen zu lernen lag natürlich die Idee nahe diesen Traum am Great Barrier Reef zu verwirklichen. So sind wir einfach mal in `Peter Pans´ reinmarschiert (die Reiseagentur für Backpacker) und haben dort dank guter Beratung auch ein super Angebot für einen 5-Tages Kurs gefunden. Da wir mit dem Tauchkurs so früh wie möglich starten wollten war es ein glücklicher Zufall, dass für den nächsten Tag noch 2 Plätze im deutschen Kurs frei waren.

Der Angestelle hat den Kurs kurz zuvor auch selbst gemacht und uns noch den Tipp gegeben: „Don’t drink and dive“ an den wir uns auch ausnahmslos gehalten haben.

Außerdem haben wir von Peter Pans noch eine Einladung zu ihrer Peter Pans Party bekommen, mit freier Pizza und Getränk, wo wir uns dann auch entschieden haben hinzugehen. Kostenloses Essen lässt sich doch kein Backpacker entgehen… :P Außerdem haben wir dort ein paar nette Schweden kennengelernt.

Nach unserem Geschmack viel zu früh am Morgen hat uns dann der Shuttle von unserem Hostel abgeholt und los ging der erste Tag des Tauchkurses! Angefangen hat das Ganze erst mal gleich wie bei der Fahrschule; mit Theorieunterricht. Da heißt es Ausrüstung lernen (alles mit so tollen Namen wie Tarrierjacket oder Oktopus), Zeichensprache (die wir um überlebenswichtige Zeichen wie: „Guck mal, eine Schildkröte!“ ergänzt haben, da uns  Dinge wie „Meine Luft ist leer“ oder „Ich hab ein Problem mit meinen Ohren“ dann doch zu trivial waren) oder auch allgemeine Verhaltensregeln im Meer. Alles war sehr interessant, doch noch viel spannender wurde es, als wir nachmittags dann endlich in den Pool hüpfen konnten! Dort mussten wir zuerst mal mit Flossen unsere Ausdauer beweisen, bevor wir dann endlich unsere Ausrüstung zusammenbauen konnten und mit Atemmaske unter Wasser starteten. Das war dann auch echt ein cooles Gefühl! Natürlich standen auch hier wieder viele Übungen an wie die Maske zu fluten oder unseren bewusstlosen Tauchpartner („Buddy“ genannt) durchs Wasser zu ziehen. Am Ende des Tages waren wir ziemlich fertig und haben uns schon auf den nächsten Tag gefreut.

Der zweite Tag des Trainings hat genau andersrum angefangen, mit Tauchtraining, dem der Theorieteil folgte, wo wir z.B gelernt haben unser Stickstofflevel auszurechnen, was anhand von zahllosen Tabellen möglich ist.  Später nach dem Theorieteil gab es auch noch eine Prüfung für uns, die unsere ganze Gruppe mit Bravur  bestanden hat. In unserer Gruppe sind alle sehr nett und, da wir uns um Verständnisproblemen vorzubeugen für den deutschen Kurs entschieden haben, alle aus  Deutschland. Nur unser Lehrer Simon ist aus Österreich und spricht mit einem echt witzigen Akzent :) Abends hieß es dann noch Kisten packen für den darauffolgenden Tag, da die Bootstour am nächsten Morgen schon sehr früh begonnen hat. Gegen später stand unsere Tour dann kurzzeitig auf der Kippe, da sich ein Zyklon Australien näherte und die See ein kleines bisschen aufgewühlt hat. Alle anderen Anbieter haben einer nach dem anderen abgesagt, aber wir von Pro Dive sind ja hart im Nehmen und so blieb unsere Tour dann doch als einzige bestehen. Sicherheitshalber ist unsere ganze Gruppe dann aber doch noch zur Apotheke gegangen um sich mit Seekrankheitstabletten auszustatten.

Schon gegen 6 Uhr mussten wir das Hostel verlassen um pünktlich am Shop anzukommen. Nachdem jeder seine Tabletten eingeschmissen hatte gab es noch ein leckeres Frühstücksbuffet (bei dem sich jeder aus offensichtlichen Gründen dann doch lieber zurück gehalten hat) bevor wir raus auf See sind. Sobald wir den Hafen verlassen hatten, hat das Boot dann plötzlich angefangen wie verrück auf den Wellen zu schaukeln. Wir haben uns dann gleich an Deck geflüchtet, wo es frische Luft gibt, und die Erfindung der Seekrankheitstablette angepriesen ;) Als wir endlich am „Flinn Reef“ angekommen waren, waren wir alle sehr glücklich! Schnell darauf sind wir auch schon zu unserem ersten Tauchgang aufgebrochen und es war einfach atemberaubend! So viele bunte Fische, Korallen, einfach wow! Noch ein weiterer Tauchgang und einmal schnorcheln standen heute auf dem Programm, dazwischen immer wieder Duschen, Essen, etwas ausruhen und schon wieder das nächste Briefing. Unnötig zu erwähnen, dass jeder von uns abends nach noch ein bisschen Karten spielen wie ein Stein ins Bett gefallen ist.

Der nächste Tag wurde noch anstrengender, da es diesmal vier Tauchgänge gab! Schon nach dem zweiten haben wir von Simon einen Handschlag und die Lizenz als „Open Water Diver“ bekommen, die uns erlaubt zusammen mit unserem Buddy auf 18m tauchen zu gehen. Und da konnten wir das bei unserem dritten Tauchgang des Tages auch gleich ausnutzen. Zu zweit sind Simmi und Alicia also mit vielen Zahlen im Kopf (180° bis zum ersten Riff, umrunden und dann weiter zum nächsten, Kompass auf 150° stellen und zurück durch die Schlucht auf 0°) losgepaddelt und ich muss sagen wir haben uns gründlich verschwommen :O Da es allen anderen aber auch so ging mussten wir uns darüber aber keine Gedanken machen ;)

Da wir sowieso schon auf Board waren haben wir ein ziemlich gutes Angebot bekommen den „Adventure Diver“ Kurs noch dranzuhängen. Alicia hat sich gleich dafür begeistert, Simmi sich aber auf Grund von Ohrenproblemen beim Druckausgleich  dagegen entschieden. So musste Alicia noch ein bisschen mehr Theorie lernen, diesmal über die Naturalisik im Meer, ein sehr interessantes Thema. Das Highlight des Tages war dann der Nachttauchgang( wo Simmi wieder dabei war), bei dem wir drei Riesenschildkröten (bis zu 4m groß) gesehen haben und Flosse an Flosse mit Riffhaien geschwommen sind. Nachdem wir wieder an Bord waren konnten wir auch feststellen, dass alle Gliedmaßen noch dran waren und noch toter als gestern ins Bett fallen.

Der letzte Tag an Board hat sehr unfreundlich früh angefangen, der Weckruf war schon um 5 Uhr! Auch das Programm war heute sehr straff, da wir schon um 12 Uhr mit unseren drei Tauchgängen fertig sein mussten. Durch die stürmische See gings dann wieder zurück, wo wir in unserem Hostel erst mal mit Kleidung und allem ins Bett gefallen sind und erst 15 Stunden später wieder in der Verfassung waren aufzustehen. Alles in allem war der Trip aber echt genial und wir haben auch alles unter Wasser gesehen, was wir uns gewünscht haben; von Nemos (Clownfische), über Schildkröten, Haie und zahllose Fische von denen wir schon wieder die Namen vergessen haben :P

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